Blau-gelbe Flagge der Ukraine. Junge Ukraine aus Sicht junger Ukrainer/-innen.

Wir haben junge Leute in der Ukraine eingeladen, darüber zu schreiben, was aus ihrer Sicht wichtig und interessant ist. Es kam eine ganze Reihe von Rückmeldungen, oft aud deutsch. Natürlich ist das kein perfektes Deutsch, aber wir haben uns entschieden die Beiträge so stehen zu lassen.

Die Beiträge, die wir hier zugänglich machen, stellen nicht die Meinung von IN VIA dar.

Junge Studierende aus der westukrainischen Stadt Ternopil
Ukrainische Jugend an der Wache ihrer Zukunft

Die Ukraine - eines der größten Länder Europas, das Land der Kontraste im vollen Sinn dieses Wortes. Hier gibt es alles, was man wünscht: 2 Meere, die schönen Berge, die breiten Steppen, die dichten Wälder, die tiefen Flüsse, die eigenartigen Naturschutzgebiete und das heilsame Quellwasser. Hier geht der technische Fortschritt neben den altertümlichen Traditionen. Hier wachsen die neuen, modernen Städte neben den 1000-jährigen Schlössern und die Festungen.
Hier leben die schönen und aufrichtigen Leute - Ukrainer.
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Tartara, Journalistik-Studentin aus L’viv
Helden unserer Zeit oder warum man die ukrainische Jugend nicht kennt

Das Leben der seit 1991 unabhängigen Ukraine könnte man in zwei Perioden betrachten, und zwar der vor und der nach der Revolution in Orange. Diese hat nicht nur einen neuen, ersehnten Präsidenten gebracht, sondern sie hat auch jeden Staatsbürger verändert. Die Regeln und Stereotypen, die den Menschen noch im Sandkasten beigebracht worden waren, werden jetzt von einer Generation über Bord geworfen, um sich ganz neue Beziehungssysteme mit neuen materiellen und geistigen Werten anzueignen.
Heute fühlt sich die junge ukrainische Generation so wohl wie niemand anderes in dieser historischen Wendezeit.
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Tetyana Shcholokova
Jugend und Religion

Ich freue mich darüber, dass ich über die ukrainische Jugend, vor allem über ihr Verhältnis zur Religion, erzählen kann.
Zuerst möchte ich sagen, dass unsere „Revolution“ konstruktiv die Aktivität unserer Jugend und unserer Gesellschaft und damit Größe gezeigt hat. Es hat sich nicht nur eine politische Tendenz geäußert, sondern auch die Fähigkeit, etwas zu machen, zu verändern, neuen Orientierungen in der Welt zu suchen und, vor allem, zu arbeiten. Besonders wichtig ist dabei zu arbeiten, selbst etwas zu realisieren und nicht etwas „von Himmel“ zu erwarten.
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Iryna Kolybabjuk
Meine Erinnerungen an die “ORANGE REVOLUTION”

Am 21.11.04 (am Sonntag) hatte das ukrainische Volk die Präsidentenwahlen. Die Kandidaten waren Viktor Juschtschenko und Viktor Janukowytsch. Der erste hat die große Unterstützung in der West- und Nordukraine sowie im Süden. Juschtschenko war früher der Vorsitzende der Nationalbank, ist ein ehrlicher Politiker, steht in Opposition zur heutigen Macht und seine Politik richtet sich nach Westen. Janukowytsch ist Ministerpräsident, er unterstützt die Macht und besonders Kutschma, saß zweimal im Gefängnis, seine Politikrichtung ist Osten und zwar Russland, er spricht über die gemeinsame Armee und die Wirtschaft mit Russland. Am Abend (21.11) zeigten die Angaben des Exit-polls, Juschtschenko hätte 53% bekommen, also wäre Gewinner. Am nächsten Tag waren alle Studenten an der Uni und um 12 Uhr bekamen wir die schreckliche Neuigkeit - Janukowytsch wurde Präsident. Die Wahlen sind falsch, das war uns klar. Sofort sammelten sich fast zweitausend Studenten aus unserer Uni und gingen auf die Demonstrationen gegen die gefälschte Präsidentenwahl. Unterwegs schlossen sich zu uns die Gruppen aus anderen Universitäten und die Arbeiter aus den Werken an.
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